Arequipas Altstadt wird die Perle des Südens genannt, weil sie aus dem Tuffgestein der Region besteht. Natürlich ist sie auch als UNESCO-Welterbe eingestuft.
Die Markthalle San Camilo quirlt über von bunten Farben und Leben.


Bei einem Obststand machten wir Halt und probierten all die verschiedenen Früchte, die wir nicht kannten. Sabine, die Reiseleiterin zerlegte die Früchte mit einem Messer und so konnten alle kosten. Die meisten Früchte schmeckten sehr gut, werden aber nicht sehr häufig gekauft, weil sie für die Ortsbevölkerung offensichtlich noch eher zum Luxus gehören.






Jesuitenkirche, Kathedrale und die verschiedenen Stadtpaläste versetzten uns in die Barockzeit.

Obiges Bild zeigt die Jesuitenkirche La Compania. Am Portal findet sich ungewöhnliches Rankenwerk und einige Heilige sowie kleine Dinge aus dem täglichen Leben wie Mais und Kakao, aber auch Coca kauende Engel und sogar das Habsburgerwappen sind zu finden.
Am Portalbogen sieht man, wie in fast jeder anderen Kirche auch, den heiligen Santiago, dessen Grab in Santiago de Compostela (siehe unseren Jakobsweghatsch) liegen soll. In Südamerika war er der Schutzpatron der Conquista und wurde stets als kriegerischer Töter der indigenen Bevölkerung mit Schwert in der Hand und auf einem Pferd dargestellt. Super christlich.

Obiges Bild ist typisch für Peru. Für die Touristen wirft man sich in Tracht und schleppt ein kleines Alpaka mit sich rum für ein Fotomotiv und erhofftem entsprechenden Trinkgeld.


Wir begaben uns zur Kathedrale von Arequipa.

Auch hier herrscht absolutes Fotografierverbot.

Uuuuups.

Der totale Gegensatz dazu ist die Klosterstadt Santa Catalina, eine Stadt in der Stadt. Die Dominikaner gründeten 1580 auf 20.000 m² das Frauenkloster. Nur Töchter wohlhabender spanischer Eltern mit einer tadellosen Vergangenheit wurden gegen 1000 Goldpesos in die Konkregation aufgenommen. 500 Klosterschwestern lebten im 17. Jahrhundert auf dem Areal unter einem absoluten Schweigegelübde.

Im Gegensatz zu dem, was man sich bei uns unter einem Kloster vorstellt, hatten die Nonnen dort Dienerinnen für die alltäglichen Arbeiten. Kontakt zur Außenwelt gab es so gut wie nie, nur in absoluten Ausnahmefällen durften beim Eingang Besucher durch ein vergittertes Fenster mit ihnen Kontakt aufnehmen. Dieser Zustand wurde bis 1970 aufrecht gehalten.



Obiges Bild zeigt einen Koffer für die Habseligkeiten der Nonnen, untenstehendes einen Wäschewaschplatz.

Eine Bachstube:

Heute leben noch 50 Schwestern auf einem Teil des Geländes, der Rest ist für die Bevölkerung geöffnet. Die strengen Gelübde gibt es heute auch nicht mehr.

Am Nachmittag bekamen wir Freigang und spazierten durch die Stadt und fanden diesen ungewöhnlichen Zeitgenossen:

Den Abend verbrachten wir wieder alle gemeinsam in einem sehr guten und für unsere Verhältnisse günstigen Restaurant. Unter anderem hatten wir auch Alpaka bei der Steaktrilogie:

Schmeckte vorzüglich wie man sieht.

Happy wife, happy… aber das hatten wir schon.




